Saison 2005 -2006
Trainer:
 Uwe Fuchs
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Die Saison:.

Nachdem der WSV unter der Leitung von Georg Kreß im Sommer 2004 bereits einmal erleben durfte, wie es ist, um den Aufstieg mitzuspielen, hatte man im Tal Blut geleckt. Nach einer nicht ganz so erfolgreichen Spielzeit 04/05, sollte nun endlich ein radikaler Schnitt vorgenommen werden, um das Team von Trainer Uwe Fuchs für das „Projekt zweite Bundesliga“ zu formen. Zunächst war daher Verjüngung angesagt. Nachwuchsspieler, teilweise sogar junge Auswahlspieler, wurden an die Wupper geholt, Erwartungen wurden geschürt. Doch wie es immer so schön heißt, ein neu zusammengestellter Kader muss sich erst finden. Gleich am ersten Spieltag bekamen Fans und Verantwortliche zu spüren, was diese Floskel bedeutet, denn man unterlag Liganeuling Carl Zeiss Jena am Zoo mit 1:3. Auch beim nächsten Heimspiel gegen Osnabrück waren Nehmerqualitäten gefragt, denn hier kassierte der WSV eine empfindliche 1:4-Niederlage. Doch dann folgte der erste Saisonsieg in Wattenscheid und das Spiel in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten 1860 München. Zwar schieden die Mannen von Uwe Fuchs am Ende mit einem 1:2 aus, boten aber eine respektable Leistung und führten sogar zur Halbzeit mit 1:0. Prompt stiegen wieder die Erwartungen, die das Team beim mageren 0:0 im Derby gegen Rot-Weiß Essen vor immerhin 10.000 Zuschauern nicht erfüllen konnte. Doch allmählich ging es bergauf. Mit einigen Unentschieden und einigen - meist knappen - Siegen arbeiteten sich die Rot-Blauen langsam aber sicher aus dem Tabellenkeller heraus. Eine Negativserie von drei Niederlagen in Folge (0:1 in Oberhausen, 1:3 gegen Leverkusen und 0:3 in Berlin) beendete die Mannschaft mit einem dicken Ausrufezeichen, indem sie Preußen Münster mit 4:0 nach Hause schickte. Selbst am letzten Spieltag vor der Winterpause wäre beim 0:0 gegen den Tabellenführer aus Kiel deutlich mehr drin gewesen. Nicht nur sportliche Dinge standen in der Hinrunde auf dem Programm, denn das Vorhaben, Stehtribünen hinter den beiden Toren zu errichten, um so ein reines Fußballstadion mit der entsprechenden Atmosphäre zu bekommen, wurden in konkrete Pläne umgesetzt. Nun fehlt noch ein Verkehrsgutachten, um endgültig Nägeln mit Köpfen zu machen, aber auch das ist sicher nur eine Frage der Zeit. Aber so findet das Jahr 2005 einen durchaus versöhnlichen Ausklang. Der einzige Wermutstropfen hierbei ist, dass Marc Narewsy und Marc Bach den WSV während der laufenden Hinrunde verließen. Berufliche Gründe wurden in der offiziellen Stellungnahme für diesen Schritt angeführt. Auch Carsten Baumann wanderte ab, ihn zog es allerdings nach Wattenscheid.

Der Rückrundenstart des WSV war neben den schon fast typischen witterungsbedingten Spielausfällen geprägt von einer spektakulär unschönen Jahreshauptversammlung im Februar. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Rückbenennung des WSV Borussia in WSV. Hierbei zeigte sich die Leitung der Versammlung absolut überfordert, die Mitglieder waren frustriert – ihnen wurde teilweise sogar das Stimmrecht verweigert.

Kurz nach dieser Versammlung verkündete Friedhelm Runge seinen Rückzug aus dem Amt als Vereinspräsident zum Ende der Saison. Kurz bevor die Spielzeit zu Ende ging, machte der 67-Jährige jedoch einen Rückzug vom Rückzug, da sich kein Ersatz gefunden hatte und er den Verein, den er nun schon so lange Jahre führt, nicht im Stich lassen wollte.

Zwar kassierten die Wuppertaler alles in allem mit 42 Treffern wenig Gegentore in dieser Saison, aber nach vorne lief es auch nicht immer reibungslos – so kam es, dass es dem Team von Uwe Fuchs mit seinem streckenweise wenig attraktiven Fußball nicht immer rechtzeitig gelang, „den Sack zuzumachen“, so dass es sich oft in der buchstäblich letzten Minute einen Gegentreffer fing, der oft genug wichtige Punkte kostete. In Essen (2:3), Bremen (1:2) und Düsseldorf (1:1) war dies der Fall, denn es steckte gerade auswärts oft der Wurm drin. Am Ende reichte es jedoch zu einem respektablen achten Platz in der Regionalliga-Nord-Tabelle, 2007 könnte aber mehr drin sein, wenn es nach den Verantwortlichen geht.

Die Rahmenbedingungen für eine gelungene Saison 06/07 werden in der Sommerpause gesteckt, denn der Stadionumbau wurde pünktlich mit dem ersten Spatenstich vor dem letzten Heimspiel im Stadion am Zoo begonnen. In der neuen Spielzeit werden hinter den beiden Toren Stehtribünen entstehen, durch welche das Stadion zu einer reinen Fußballarena wird. Dadurch, dass auch die Laufbahnen entfernt werden, rückt der Stadionrasen unmittelbar an die Haupttribüne.

Ein paar Neuverpflichtungen, sowie eine Ausdünnung des Regionalliga-Kaders sollen auch auf der sportlichen Seite für optimale Bedingungen sorgen.


 

Abschlusstabelle

 


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