Saison 1959-1960
Trainer: Willibald Kress
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Die Saison:  

Atemnot auf der Zielgeraden
Mit dem Abstieg aus der Oberliga West war für einige Tausend Bergischen Fußballfans eine Welt zusammengebrochen. Das Jahr 1958 in dem der Traum der Oberliga ausgeträumt war, ließ manchen WSV Anhänger zittern und zagen (das ist bis heute bei dem dauernden rauf und runter so geblieben). Resignation hatte im übrigen auch die Mannschaft ergriffen. Erich Probst und Coppi Beck verließen den WSV. Und als die erste Saison nach dem Abstieg, die Spielzeit 1958/59, den Aufstieg nicht brachte ,verließ Weltklassespieler Horst Szymaniak das Stadion am Zoo. Der Weltklassespieler ging zum Karlsruher SC, Trainer Willibald Kress musste eine neue Mannschaft aufbauen. Neuverpflichtet wurden die Spieler Sauer, Tönges, und Grandrath. Gegen Ende der Spielzeit 1959/60 nach einer kurzen Siegesserie (10:0 Punkte aus 5 Spielen) schien der Wiederaufstieg in die Oberliga wieder greifbar nahe.
Im letzten Spiel der Saison mussten allerdings nicht nur der schon fast sichere Aufsteiger SV Sodingen geschlagen werden .Auch der Tabellenzweite TSV Marl Hüls hätte den Wuppertalern den Aufstieg durch den Verlust zumindest eines Punktes bei den stark abstiegsgefährdeten Rheydtern ebnen müssen.
13 Mai 1960, 15.00 Uhr: die Mannschaften laufen ein in das Zoostadion, Blau-Rot gestreift die Jerseys der Wuppertaler, Grün-Weiß die der Sodinger. Unter den Zuschauern Oberbürgermeister Hermann Herberts und Herberger-Assistent Helmut Schön. Und die Wuppertaler beginnen furios. Innerhalb weniger Minuten vergeben Vitus Sauer (aus vier Metern Torentfernung) und Werner Tönges (aus fünf Metern Torentfernung) zwei Riesenchancen zum Führungstreffer. Beide Schüsse gehen neben das Tor. Und im weiteren verlauf der ersten Halbzeit macht der Schlussmann der Sodinger viele Wuppertaler Chancen zunichte: Domagalla hält einfach alles. Halbzeitstand 0:0, aus Rheydt kommt die Meldung vom 1:1, den Wuppertalern bleibt eine Halbzeit lang Hoffnung.
In der 67. Spielminute gelingt Axel Kiefer endlich mit einem Gewaltschuss aus der zweiten Linie (Entfernung zum Tor 25 Meter) der Führungstreffer. Riesenjubel auf den Rängen. Doch wenig später die Ernüchterung aus Rheydt: der TSV Marl Hüls führt mit 3:1. Auf dem Rasen kämpft der WSV verbissen weiter. Außenläufer "Sonny" Haase schafft in der 79. Minute das 2:0. Wieder Jubel auf den Rängen. Und wenig später wieder die Nachricht aus Rheydt: Marl Hüls führt 4:1.
Jetzt hätte der WSV 5:0 gewinnen müssen um Marl Hüls noch vom begehrten 2. Platz verdrängen zu können. Wieder einmal hatte den Blau-Roten aus Wuppertal das letzte quentchen Glück gefehlt. Die Abschlusstabelle verdeutlicht das.


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