Die Saison:
Erhard
Ahmann heißt der neue Mann am Ruder er soll das WSV Schiff
nach ganz vorne bringen und in den ersten Spielen konnte das Wuppertaler
Team überhaupt nicht Überzeugen sondern machte sich eher lächerlich
so verabschiedete sich der WSV vom DFB Pokal beim Top Team SC
Herford mit einem blamablen 0:3.
Rot Weiss Essen schoss sich gegen die Wuppertaler in einen
Spielrausch der WSV verlor mit 0:6 Janos Bedl erklärte nach dem
Spiel so schwach hätte ich mir den Wuppertaler SV nicht vorgestellt.
Herbert Burdenski und Karl Heinz Feldkamp die auf der Tribüne
saßen waren tief enttäuscht Horst Burdenski erklärte nach
dem Spiel das in seiner ex Mannschaft eine wesentlich größeres
Potential stecke.
Bei den WSV Verantwortlichen bildeten sich langsam aber sicher
Sorgenfalten denn statt der Kalkulierten 9500 Zuschauer strömten
nur 5000 ins Stadion am Zoo.
Die erhöhten Eintrittspreise und einige enttäuschende Spiele hielten
die kritischer gewordenen Wuppertaler Fußballfreunde ab. In 9
Spielen kassierte der WSV 18 Tore und eine Verletzungsserie legte
das halbe Team lahm.
Armer Trainer Ahmann er musste in Stiefel des Trainer Burdenskis
steigen und diese Stiefel waren eine Nummer zu groß. So
schreiben wir dann, "the same old story", der Trainer
darf zum Chef aufs Büro. Am nächsten Tag begrüßte ein
gewisser Herbert Burdenski, der neue Trainer des WSV, seine neue
Mannschaft auf seinem alten Arbeitsplatz. Obwohl Trainer Ahmann
ein gutes Training aufgezogen hatte, konnte er seine Spieler nicht
von der erdrückenden Nervosität befreien.
Diese Nervosität sorgte schließlich dafür das die Mannschaft
nicht mehr als Team, sondern als nervöser Hühnerhaufen auf dem Rasen
stand.
Beim
ersten Heimspiel wurde Burdenski wie ein König empfangen. Er verneigte
sich nach allen Seiten und wurde von 10.400 Zuschauern umjubelt.
Auch eine schöne Peinlichkeit soll nicht unerwähnt bleiben. Der
Wuppertaler Spieler Lausen hatte in der Stadionzeitung ein Interview
gegeben, in dem er erklärte das er mit Trainer Ahmann so richtig
gut zurecht gekommen war. Bei Trainer Burdenski nicht der Fall gewesen
war. Das erscheinen des Artikels konnte nicht mehr verhindert
werden, weil die Verpflichtung des Herrn Burdenskis zu kurzfristig
geschah.
Nach dem ersten Spiel waren alle Beteiligten wieder am Boden der
Tatsachen angelangt, die Zuschauer der Trainer und der Vorstand wussten
jetzt, warum Münster Tabellenführer war. Mit 2:3 verloren die Rot Blauen und es sollte noch ein hartes Stück
Arbeit werden. Doch bereits nach zwei Wochen fing sich das
Team langsam wieder und aus den fahrigen Spielern wurde
wieder ein Team. Auch gab es einen neuen Präsidenten, für
Rolf Schnackenberg, der aus gesundheitlichen Gründen zurück trat,
kam Dieter Buchmüller. In der Folgezeit lichtete sich dann auch
das Wuppertaler Lazarett und der WSV kam immer besser in Fahrt.
Nachdem dann auch das erste Auswärtsspiel in Wattenscheid gewonnen
wurde stand der WSV zu Saisonhalbzeit auf dem 9 Tabellenplatz.
Aber
dann kam dann doch erst einmal die ein oder andere Niederlage
so das der WSV erneut in eine Krise geriet. Sah es doch noch zur
Winterpause so aus als könne der WSV noch in den Aufstiegskampf
mit eingreifen. So hatte sich das dann doch sehr schnell erledigt.
Die Zuschauer blieben mal wieder aus, und das finanzielle Kartenhaus
WSV wankte mal wieder mächtig.
Am Saisonende stand dann auch ein größere Schuldenberg
ein neuer Trainer und ein WSV der in Sachen Aufstieg nichts mehr
zu sagen hatte.
Mit
dieser Hypothek ging der Verein in die neue Saison und es sollte
sich noch zeigen wie lange sich dieses, auf so wackeligen Füßen
stehende Vereinsgebilde noch halten konnte