Saison 1979-1980
Trainer: Bernd Hoss  
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Die Saison: 

Der tiefe Schnitt, der zu Ende der letzten Saison getan worden war, hatte auch seine tiefen Spuren hinterlassen. So hatte der WSV sich zum Jahreswechsel fest auf einem Abstiegsplatz etabliert.  Zu Weihnachten 1979 gab es dann auch noch eine Hammerharte 1:5 Niederlage  und das zu Hause gegen einen VFL Osnabrück, der als Abstiegskandidat gehandelt wurde. Wenn wir jetzt sagen würden beim WSV lief nicht mehr viel zusammen, dann wäre das Schlichtweg gelogen; denn es lief gar nichts mehr zusammen. Rolf Müller, der im Profi Geschäft neu war und sicher keine großen Erfahrungen mitbrachte,  konnte das Ruder einfach nicht herumreißen. Es wollte einfach nicht klappen denn es wurde wohl eher ein Altherren-Fußball gespielt, als gegen den Abstieg aus dem Profigeschäft. Bei den Zuschauer fanden nur noch ganz tapfere oder aber Masochisten den Weg ins Stadion am Zoo. Auch nach dem Jahreswechsel sollte es nicht besser werden.
Der WSV blieb da wo er war, im Tabellenkeller. Es gab kein aufbäumen. So kam denn auch der letzte Spieltag. Der Ball war von einem Wuppertaler Beerdigungsinstitut gespendet worden. Der WSV verabschiedete sich vor 240 Zuschauern nach 26 Jahren aus dem Profigeschäft in dem er das letzte Spiel auch noch 0:1 verlor. Der ehemalige Spieler Theo Homann der zu Bundesligazeiten Spieler des WSV war kommentierte das letzte Spiel mit folgenden Worten: "Ich war schon längere Zeit nicht mehr hier. Aber es ist erschreckend wenn man das sieht".
Die Amateuroberliga war erreicht. Würde der Verein endlich zur Ruhe kommen? Würde er sich regenerieren können? Sollten es die Wuppertaler Kicker überhaupt noch einmal schaffen sich in die Herzen der Wuppertaler zu spielen? Innerhalb von acht Jahren war der Erstligist zu einer provinziellen Gurkentruppe verkommen. Wer daran die Schuld zu tragen hatte, dass kann von einem Aussenstehenden sicher nur sehr schwer beantwortet werden. Aber der Verdacht kommt auf, dass der Vorstand bzw. das Präsidium den Verein als selbstherrliche kleine Sonnenkönige geführt hatten.
Denn Geld spielt beim Fußball leider eine nicht zu unterschätzende Rolle. Elf Leute könnten zu einer festen Größe zusammenwachsen, die sich blind verstehen. Wo auch linke Hand weiß was die rechte macht. Das war beim WSV überhaupt nicht mehr der Fall; denn da standen wohl nur noch Einzel personen auf dem Rasen und wenn so etwas passiert, dann kann man in der Regel an der Spitze anfangen und ein ähnliches Verhalten am Ende der Hierarchiekette beobachten. Der Verein hatte in diesen Jahren soviel Prestige und Image verloren was in den nächsten Jahre nicht mehr aufzuholen sein wird.!


 


Tabelle

1 Bielefeld 120:31 56-10
2 R W Essen 97:54 54-22
3 Hannover 96 70:38 52-24
4 Vikt. Köln 77:52 46-30
5 Wattenscheid 72:57 46-30
6 Fort. Köln 79:54 45-31
7 Aachen 59:56 41-35
8 Osnabrück 64:68 40-36
9 Solingen 66:55 38-38
10 Münster 53:59 36-40
11 Wanne Eickel 63:71 36-40
12 OSV Hannover 55:79 36-40
13 TB Berlin 57:66 35-41
14 Kiel 61:67 33-43
15 Oberhausen 46:67 33-43
16 Lüdenscheid 56:73 32-44
17 Herford 48:69 31-45
18 Bremerhafen 52:79 27-49
19 A Hannover 40:92 17-59
20 Wuppertaler SV 35:84 16-60
 

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